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Bodensee-Oberschwaben-Bahn GmbH & Co. KG

Aktuelles

10. Jan
22

Gebrauchte Triebwagen bei der Bodensee-Oberschwaben-Bahn


Wir werden immer wieder gefragt: „Warum fahren derzeit alte, rote Triebwagen auf unserer Geißbockbahn?“ Hier sind die Antworten.

E-BOB
Bisher leider nur als Fotomontage: die Geißbockbahn in BOB-blau. Derzeit sind die Züge in einer alten roten Lackierung unterwegs – und nicht unbedingt ansehnlich.

Warum überhaupt andere Züge?
Auf der Südbahn fahren die Züge seit Dezember 2021 „unter Strom“ – das haben ja die Meisten mitbekommen. Für uns hieß das: Wir mussten unsere beliebten und zuverlässigen Diesel-Triebwagen ersetzen durch elektrisch betriebene Züge (E-Triebwagen). Dazu haben wir gebrauchte S-Bahn-Züge aus dem Saarland gekauft – und auch gleich noch den Ökostrom dazu. Damit sind unsere Züge umweltfreundlicher als die bisherigen Dieselzüge unterwegs – und noch dazu deutlich leiser. Aber sie sind eben noch in der bisherigen (und in die Jahre gekommenen) roten Lackierung unterwegs.

Und warum überhaupt nur gebrauchte E-Triebwagen?
Zugleistungen im Regionalverkehr – dazu gehört die Bodensee-Oberschwaben-Bahn – zahlen und bestellen die jeweiligen Bundesländer. Grundlage dafür sind in der Regel Ausschreibungen für die jeweiligen Verkehrsleistungen. Im Zuge der Elektrifizierung Ende 2021 gab es keine Neuausschreibung. Diese soll erst dann erfolgen, wenn die Neubaustrecke Ulm-Stuttgart sowie der neue Bahnknoten Stuttgart 21 in Betrieb sind.

Das heißt: Wir können derzeit nur für einen Zeitraum von wenigen Jahren verlässlich planen. Für diese kurze Zeit neue Triebzüge zu kaufen wäre eine sehr teure und riskante Investition. Ganz abgesehen davon, dass neue Züge in der Regel mehrere Jahre (!) Lieferzeit haben.

Wir meinen: Mit gut aufbereiteten, gebrauchten E-Triebwagen haben wir die beste Lösung erzielt – für unsere Fahrgäste, die Umwelt und die an unserer Bahn beteiligten Kommunen und Landkreise.

Wie ist der Standard der Züge?
Die acht neuen Triebwagen haben jeweils 100 Sitzplätze – rund 50% mehr als die bisherigen. Dazu gibt es in allen Bereichen Klimatisierung und neu auch eine erste Klasse für bodo-PremiumAbo-Inhaber. Auch die Mehrzweck-Abteile für Fahrräder, Rollstühle und Kinderwagen sind großzügiger. Und: Die BOB wird künftig mit 100% Ökostrom unterwegs sein – gegenüber dem bisherigen Dieselbetrieb also ein doppelter Öko-Bonus.

Ein Wermutstropfen: Die Züge sind nur über Stufen betretbar. Für mobilitätseingeschränkte Personen gibt es deshalb jeweils vorne und hinten Hub-Schwenklifte, mit denen sie in die Züge gelangen können. Bitte melden Sie sich vorher beim DB Service oder den Mobilitätszentralen an.

Was passiert mit den BOB-Werkstätten in Friedrichshafen und Aulendorf?
Die neuen Triebwagen sind zu lang und (wegen der Stromabnehmer) zu hoch für die bisherigen Werkstattgebäude. Wir haben deshalb mit der DB-Werkstatt in Ulm einen zuverlässigen Partner für Wartung und Reparatur gefunden. Die Gebäude in Friedrichshafen und Aulendorf waren nur gemietet, die Mietverträge laufen nun aus.

Aber die BOB wird doch hoffentlich auch in Zukunft „ihre“ Strecke behalten?
Auf lange Sicht ist das keineswegs klar. Wie alle anderen Verkehre wird auch „unser“ BOB-Verkehr Friedrichshafen – Ravensburg – Aulendorf neu ausgeschrieben. Natürlich bemühen wir uns, Ihnen auch in Zukunft den gewohnten Geißbockbahn-Service zu bieten. Allerdings sind derzeit weder die Bedingungen noch der genaue Zeitpunkt der Ausschreibung klar. Und wer letztlich bei der Ausschreibung zum Zug kommt, ist ohnehin völlig offen.

Ihre Ansprechpartner

Hier bekommen Sie weitere Auskünfte:

Mobilitätszentrale FN
Stadtbahnhof 1
88045 Friedrichshafen
Öffnungszeiten:
Mo-Fr 9.00 - 18.00 Uhr

Mobilitätszentrale RV
Bahnhofplatz 5
88214 Ravensburg
Öffnungszeiten:
Mo-Fr 9.00 - 13.30 Uhr
und 13.30 - 18.00 Uhr

Kontakt
Tel. 07541 372717
Fax 07541 3013-85
E-Mail



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